Bernd, der Kämpfer

Terrorakte durch Kunst. Für Bernd ein Grund, loszuschießen.

Bernd war sauer. Zu recht, wie er annahm. Für seine Wahrnehmung tat er alles. Auch vor der Presse reden. Wie es denn möglich sein, in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr vor dem Übel der Welt in Sicherheit zu sein. Keine Menschen, die ihre Meinung äußern, sondern Terroristen seien das. Er wurde wochenlang beobachtet, nein, er war systematisch ausspioniert worden! Seine Frau und vier Kinder, unbestreitbar Unschuldige in diesem Spiel, waren praktisch der Gefahr anderer Meinungen ausgesetzt. In Form von Steinen auf dem Nachbargrundstück.

Doch um diese ging es Bernd ja nicht vordergründig; die war eine Gelegenheit – denn Bernd war ein Kämpfer. Jeder Schlag machte ihn stärker. Genauso, wie in der Phantasie eines unverwundbaren, fünfjährigen Superhelden. Bloß war Bernd erwachsen – sogar Lehrer war er; Bernd hatte die Erfahrung gemacht, daß da auch andere mit seiner Phantasie unterwegs waren. Er mußte diejenigen bloß zu etwas Courage verhelfen. Erst waren es Gespräche, dann Argumentationen, dann öffentliche Reden. Bald würde Bernd so populär sein, daß seine Reden erheblich verkürzt werden könnten. Nur noch Schlagwörter würden genügen: Asylant (im entsprechenden Duktus ausgesprochen), Neger, 1000 Jahre, Heimat, christliche Werte, Verteidigung, Kampf.

Eben aus diesem Terrorakt würde Bernd Kapital schlagen, Wieder einmal würde er beweisen, daß das Establishment gegen ihn war. So wie es auch gegen seine Anhänger war. Angst verbindet, Wut schweißt zusammen.

Jamaikablalabla…

„Wir setzen auf Innovation, auf Hochtechnologie, auf Digitalisierung und auf die bewährten Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft.“ So Thomas Strobl, stellv. CDU Vorsitzender nach vier Wochen „Sodierung“ oder „Totquatschen aller politischen Vorsätze“. Was soll auch kommen von einem Verein alter, farbloser Zurückgebliebener? Damit ist nicht nur die CSU gemeint – sondern alle Parteien voller Rentner mit OCD more

Ich suche Videos über die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr und werde mit Videos mit solchen Titeln konfrontiert: „Schabenangriff aud Compact-Stand…“, „Angriff der Linksmaden“ und „Antifanten dumm wie Brot,…“.

Die Begrifflichkeit der Überschriften macht Standpunkte klar: Schaben werden zertreten, Maden verursachen Ekel. Mit dieser simplen Psychologie werden Gleichnisse aufgebaut, die zu Holocausts füren. Geistige Verrohung, die ohnehin ohne Zutun stattfindet, wird von den half-wits der Politik von Höcke bis Trump gerechtfertigt. Die Rechte wird ja permanent angegriffen – was allerdings nicht abzustreiten ist. Seit Pegida wurde der „Nazi“-Begriff differenzierungslos verwendet und eine Menge Menschen ins rechte Abseits geschoben. Das war schreiende Überheblichkeit vor allem der Etablierten – was der Linken wiederum geschadet hat. Wann haben wir verlernt, zu kommunizieren?

Weder links noch rechts sollte Konfrontation aus dem Weg gehen. Das heißt gerade nicht, sich gegenseitig zu überbrüllen oder körperlich zu werden. Eine Buchmesse stelle ich mir als einen Ort vor, wo Menschen zunächst einmal eines tun: Nachdenken. Also wäre doch Diskurs möglich. Es sei denn, bestimmte Leute nutzen die Buchmesse lediglich als Präsentationsfläche ihrer selbst.

Die Rechte erlebt Aufschwung aus dem simplen Fakt, daß die gemäßigte Politik der letzten Jahr nur mithilfe der Wirtschaft erfolgreich sein konnte; der Wohlfahrtstaat wurde durch Öl und Krieg möglich gemacht. Der zivilisierte Umgang miteinander wurde und wird nur dort möglich, wo existentielle Sorge gering ist. Gegenwärtig scheint nur Geld das Mittel zu Bildung und Anstand. Geldarme Menschen sind weder ungebildet noch unanständig – doch genau dorthin bewegt sich die Gesellschaft seit Jahren: Mangelnde Daseinsvorsorge, geringe Bildungschancen jener Kinder, welche nicht in Privatschulen unterkommen etc. In Amerika sind die Auswirkungen dieser Politik schon länger sichtbar: Private Universitäten produzieren keine gebildeten Menschen, sondern zufriedene Kunden, deren Kinder als elitäre Klüngel später hohe Ränge in Wirtschaft und Politik bekleiden. Wie gut regieren Menschen, welche vom durchschnittlichen Arbeitsleben ihrer Mitbürger keinen Schimmer haben? Wie wehren sich Menschen, die von Politikern regiert werden, welche keine Empathie für das Leben ihrer Bürger aufbringen können?

Wenn ich aber in einem kleinen Nest wohne, dessen Bibliothek ausgelöscht und dessen Schwimmbad geschlossen ist, bin ich dankbar für jeden, der ein Volksfest organisiert oder das Schwimmbad öffnet. Ob das der Bernd von der AfD oder Ulf von der NPD sind – das interessiert mich genauso wenig wie das abstrakte Konzept von der freiheitlichen demokratischen Grundordnung

Wenn ich nach Deutschland reise, ist es schön zu wissen, daß ich in ein Land komme, wo mir das Recht schwarz auf weiß garantiert ist, mich frei zu entfalten. Wo ein Staat, mittels Grundrechten gezähmt, nicht in meine grundlegenden Freiheiten als Mensch eingreift.

Mit der AfD zieht eine Partei in den Bundestag, die jene verfassungsrechtliche Freiheit als die Freiheit des Völkischen definiert. Das Völkische kann mir gestohlen bleiben. Ich will keinen Staat, für den ich ein Rädchen bin, der „das Volk“ stark macht. Das ist die Ochlokratie des Sokrates und die Sklavenmoral von Nietzsche aus der nichts Gutes wächst. Volksherrschaft in diesem Sinne meint, daß jeder Einzelne nur Wert als beitragender Teil der Gemeinschaft hat. Darin steckt zwar Wahrheit: Jeder trägt soziale Verantwortung, doch Volksherrschaften zwingen diese dem Individuum auf und mißbrauchen dies; bis hin zum unbedingten Kriegseinsatz. Die Russen haben das im zweiten Weltkrieg gemacht: die eigenen Zivilisten mit der Waffe im Rücken an die Front gejagt. Die Deutschen haben Kinder zum Kanonenfutter gemacht. more

Breitbart nomenclature

Now #StephenBannon is set free again to rule his little empire of Breitbart News. This may give him the time to focus on splitting the nation deeper. Over the past months we should have learned that #racism was never eradicated. It’s been with us all the time, covered under the veil of welfare through consumption. This phase is over. Racism is deeper entrenched within us than we admitted ourselved to believe. The marketing of the taliban an ISIS has contributed to turning fear to hate. The oil gets pumped into the gap of existential fear that an anti-social neoliberalism created. We can condemn people for hating „fags“, „muslims“, „jews“ or „niggers“ – and we should. However, dialog should never stop or we will see something explode from within. The fuel that fear and keeps anger growing is condemnation and misinformation.

The proof of dangerous forces arising is the thin layer of congruency in world views: from political left to right, all through the centre. It is the fear of losing social security and wealth on one side and the anger over recent wars that were fought for resources.

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As I wrote here, a while ago, Spain is becoming an example of what happens if you leave tourism to the rules of the market. 13 Million tourists on Mallorca.

 

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[[http://www.telegraph.co.uk/news/2017/08/05/slashed-tyres-smoke-bombs-left-wing-anti-tourist-protests-barcelona/]]

 

[[http://www.express.co.uk/news/world/835979/Majorca-attacks-againts-tourism-antifa-spain]]

All of us get fear drummed into our heads every day. From the news, from the Porsches and the blanket-man at the curb, from colleagues… from the elevated paradigm of constant competition. This fear lets us shift gears in that rat race instead of slowing down and help those who have fallen. The latter group is constantly growing – so if you stop with dignity and help, it will be us, resting.

I get reminded sometimes – and I remember hearing it even from my grandparents who got through WWII – that things ‚could be worse‘. So I humbly have to accept the situation I am in, which is way better than it ‚could be‘? Well, humility is something everyone should own. Humility should not reach the sphere of resignation though. I am talking about the way of the middle. One living in a government-sponsored house might say that things are not as bad and one should be happy to have shelter, others shout out to the gods when they drop their iPhone – and cannot afford a new one.

What is the way of the middle? To live in a rental and own an Android phone? It’s not about that. Life is always suffering, to follow the words of Buddha. True that: Problems come in all forms and any intensity; yet we all struggle with them. Frankly, just fight the situation and do complain silently and start changing. Never use the term ‚it could be worse‘ unless it’s a current loss. Think ‚it needs to change‘ ( or ‚I‘). However, think about whether some things are worth changing. In other words: Get priorities straight. more

No reason to talk about Anthony Scaramucci. We all learned his name. And did we learn that he is an obnoxious dude with heaps of money too? I think so.
If one takes a man like him serious then it is only because of his wealth. After all, if we give money such power, we empowering people like him and Trump alike. It may sound impossibly strange, but we need to deny the power of money – as a logical result

NZ news are (sub)titling: The newest Air New Zealand safety video has been released with a star-studded line-up including Oscar-winning Cuba Gooding Jr and actress Katie Holmes.

Wow. Yawn. 

How is this still a thing? I am not a teenager anymore – but does TVNZ really believe, anyone cares about Hollywood? That’s decades behind reality.
PS: If somebody DOES care. https://www.tvnz.co.nz/one-news/new-zealand/hollywood-stars-katie-holmes-and-cuba-gooding-jr-feature-in-alice-wonderland-inspired-air-new-zealand-safety-video 

Reich und asozial?

House Of Commons May 4; King’s Theatre, Edinburgh, July 17, „that the unearned increment in land is reaped by the land monopolist in exact proportion, not to the service, but to the disservice done. It is monopoly which is the keynote; and where monopoly prevails, the greater the injury to society, the greater the reward of the monopolist will be. See how this evil process strikes at every form of industrial activity.“ 

– said by a pretty neoliberal dude. 

Winston Churchill.