Wenn Heiko Maas von facebook verlangt, seine Daten auf Rechtsverletzungen zu filtern und auf Nutzerhinweise zu reagieren, ist das ein guter Ansatz. Die Löschung dieser Inhalte ist es jedoch nicht. Denn da wird dem Recht keine Genüge getan und den Staatsbürgern ebenfalls nicht.

“Heiko Maas droht facebook wegen Hasskommentaren” liest es sich auf Spiegel Online. Man könnte annehmen, facebook hat Hasskommentare generiert. Im Kontext geht es jedoch um die Verbreitung von Haßkommentaren, also um die Bedingung zur Möglichkeit deren Verbreitung.

Die Selbstverpflichtung der sozialen Netzwerke im Internet haben, so der Bundesjustizminister, “zu ersten Verbesserungen geführt”. Allerdings hielten sich die Betreiber nicht zur Genüge an diese Abmachung. Sie seien zu langsam. Das größte Problem ist und bleibt, so Mass, daß “die Netzwerke die Beschwerden ihrer eigenen Nutzer nicht ernst genug nehmen”.

Es ist keine staatliche Zensur, wenn verlangt wird, strafbare Inhalte zu löschen. Meinungsfreiheit hört auf, wo das Strafrecht beginnt. Man kann hier Minister Maas nur beipflichten. Er muß sich allerdings einen gewichtigen Vorwurf gefallen lassen: Er nimmt den Staat aus der Pflicht. more

The current kind of slavery

An inspiring documentary: „13th“

(http://www.imdb.com/title/tt5895028/ )

Some facts only: 97% of inmates in the US never had a trial. 2.3 million citizen are incarcerated in the US with 40% coloured people. While ever 1 out of 3 black people actually IS in prison.

Prosecution makes deals by threatening with the outlook of possible punishment. So many people accept what seems to them the better deal. If they can. Most prisoners are too poor to afford bail. So the prison building industry had some glorious years. Big concerns profiting of Prison industries are nothing but slavery:

According to the Left Business Observer, “the federal prison industry produces 100 percent of all military helmets, war supplies and other equipment. The workers supply 98 percent of the entire market for equipment assembly services; 93 percent of paints and paintbrushes; 92 percent of stove assembly; 46 percent of body armor; 36 percent of home appliances; 30 percent of headphones/microphones/speakers; and 21 percent of office furniture. Airplane parts, medical supplies and much more: prisoners are even raising seeing-eye dogs for blind people.”

http://atlantablackstar.com/2014/10/10/12-mainstream-corporations-benefiting-from-the-prison-industrial-complex/

One worker makes 90 cents to 4 dollars a day. It proves the fact that as long as anyone can be a source for profit, anyone is prone to be abused and used or even treated a slave. This concept does not distinct your skin colour, so don’t ever feel safe white boy.

Wie schnell man zum Mörder wird

Juristisch wird das Mordmerkmal „gemeingefährliches Mittel“ vom BGH weit ausgelegt. Das Landgericht Berlin sowie der Bundesgerichtshof scheinen der Lehre der sog. Gefährlichkeitskonzeption zu folgen. Danach ist die kriminellen Energie des Täters manchmal ausreichend, um ihn gemeingefährlich zu machen. Das paßt zu Autorasern schwer. Man müßte nun jedem, der gerne auf’s Gas tritt, unterstellen, sie bezögen ihren Kick hauptsächlich daraus, daß Menschen zu Schaden kommen können und werden.

Es ist ein politisches Urteil. Zwei Berliner, 25 und 28 Jahre alt, wurden gestern zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Sie waren mit bis zu 160km/h durch die Stadt gerast, rammten einen Jeep, welcher dadurch 70 Meter weit geschleudert wurde. Dabei kam der Fahrer um’s Leben. Das Landgericht Berlin entschied, dies sei Mord gewesen.

Das Urteil wird die Jurisprudenz noch eine Weile beschäftigen – und das sollte es auch. Denn zum einen heißt es in den Medien, die Täter hätten den Tod von Unbeteiligten fahrlässig in Kauf genommen. Das genügt für Vorsatz, macht aber noch keinen Mord aus einem Totschlag. Dazu muß zumindest eines der vom § 211 Abs. 2 Strafgesetzbuch (StGB) geforderten Mordmerkmale erfüllt sein. Was macht einen Mord demnach aus?

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Das war also 2016

Ein Hohn ist der Glaube der Arbeiterklasse, sie seien für die Wirtschaft „mehr wert“ als ein Flüchtling. Der Mensch ist ein Objekt mit Properties, mit Wert als Produktionsfaktor. Diese asozialen Werte werden von gerade jenen weitergetragen, die Opfer des Kapitalismus geworden sind. Ihre Angst objektiviert die noch Ärmeren und läßt Politiker über die Einschränkung von Grundrechten schwadronieren. Die menschliche Würde wird plötzlich in Frage gestellt. Das ist die schlimmste Entwicklung 2016.

Die Welt scheint aus den Angeln gehoben zu werden. Nicht nur Klimawandel ist ein Faktum, sondern die Absurdität menschlichen Intellekts: Diese wird gerade durch das Internet transparent. Statt Wissen zu verbreiten und zu erweitern, verbreiten wir Sinnlosigkeiten in Form von Meinungen und „fake news“. (Ich glaube letzteres wird das Unwort des Jahres – im Wettbewerb mit „postfaktisch“) Das Potential des Internets wird nicht ansatzweise für menschliche Weiterentwicklung genutzt. Allenfalls von Geeks. Fast schlimmer als Klimawandel scheint die Tatsache, daß er noch immer bestritten wird. Das menschliche Gehirn ist determiniert und es schützt sich mit „blissful ignorance“ bis zum Untergang. Und wir, the human race, hören nicht, lernen nicht, sondern sortieren weiterhin Informationen nach unserem Gustus. Der ist jener von Konsumenten in der echo chamber von Algorithmen.
Weltweit ist Frustration ausgebrochen: Die, welche gar nichts haben, erliegen der naturgemäßen Verzweiflung von Menschen die existentiell bedroht sind. Jene, welche noch etwas haben, kämpfen mit ihrer Verlustangst. Einige davon werden immer aggressiver im Verteidigen. Wir haben Polen, Ungarn, die USA. Staaten, die einen „Rechtsruck“ erfahren haben. Oder besser gesagt, welche eine aktivistische Idiotie vorziehen, da sie eine Aura von Stärke vorschiebt. Daß diese Stärke ultimativ im Verheizen der Bevölkerung in Konflikten besteht, will niemand wahrhaben. Aus allen Löchern kriechen nun die sozialen und geistigen Verlierer, die Lebens-Ängstlichen, all jene, die sich nach der starken Hand sehnen. Und ihre Töne werden immer aggressiver je mehr es zu verlieren gilt.
Und es ist schwierig, nicht AfD zu wählen, wenn man sich nicht gehört fühlt; genauso schwer, nicht Donald Trump zu wählen, wenn man nichts als das Establishment der Neoliberalisten zur Alternative hat. Die westliche Welt scheint alternativlos.
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Imagine when you have to work 30-odd years to afford a two-bedroom house (or just the rent), trying to keep your head above water, moving to places that your job demands and not your lifestyle. This is anything but Kiwi. A devastated social structure is what current economics leave behind and while the rest of the developed world is moving to the right because of this.

A couple of years ago, at the New Zealand writer’s festival in Christchurch, famous author Keri Hulme resigned from her remote home in Okarito. A very, very small place down south at the west coast used to be a tight-knit community of locals that shared the same values. These values are shattered now. That’s why Keri Hulme said, she will move to the East Coast, looking for another retreat. What happened in Okarito?

New Zealanders are living on a remote island which is prone to nature’s disasters. Life can be rough, especially down south-west. Communal life is a cornerstone of society where your neighbours are no strangers and, at best, friends. One needs each other as natural events are humbling reminders of human’s place in the world.

The small islands in the southern hemisphere seemed quite isolated from the world’s issues. However, it just seems this way. Over the recent years, whilst trying to keep up with the OECD standards and a neoliberal agenda of „the markets“, New Zealand has become an export country for clean natural products. At the same time, it became a safe haven for a certain kind of refugees: The rich ones. more

Viva la revolucion!

Solange die Diskussion um rechts und links, um Karl Marx oder Adam Smith, arm oder reich anhält, wird sich ab der Revolution nichts ändern. Das System baut Institutionen, die am Tag nach der Revolution Patina ansetzen und am Tag vor der nächsten verbrannt werden.

Es gibt eine Aussage des jungen Fidel Castro, in der er die herrschende Demokratie im Land als Farce bezeichnet. Das war zu Zeiten, als die Regierung Generals Batistas für ökonomischen Wohlstand sorgte und das Land zugleich in eine Klassengeselllschaft spaltete. Während ein zwei Drittel der Kubaner ohne fließendes Wasser und mit 6 US$ pro Woche auskommen mußte, lebte in Havana die Aristokratie. Es war eine Zeit, in welcher die Ideen Marx‘ und Engels fruchtbaren Boden fanden.

Klassenkampf dominierte das 19. und 20. Jahrhundert; entsprechend gewalttätig entluden sich die Spannungen. Und in der selben Manier entwickelte sich der Umbruch zu der verkommenen Institution, welche von ihm zuvor beseitigt wurde. Castros tiefe Mißgunst gegenüber der Demokratie (für ihn war sie nur Blendmittel zum Mißbrauch von Macht) hat ihm die Möglichkeit einer besseren Gesellschaft genommen. Er wurde zum Diktator einer anderen Idee, doch immernoch seiner eigenen. Sein Antrieb wurde eine Neurose.
Castros Werdegang gleicht jenem der marxistischen Theorie: In der frühen Phase, wo dieselbe eine Ideologie der Unterdrückten ist, stehen messerscharfe, folgerichtige Analysen auf der Agenda. Nach Kampf und Sieg bleiben starre Ideen alter Männer, die keine Lösungen für die neue Ordnungen parat halten. Stattdessen führen sich Marx wie Castro ad absurdum beim Festhalten an eine Ideologie, welche nur bis zur Revolution taugt. more

Wahnvorstellung

Ich wachte schweißgebadet auf, hatte geträumt, daß Trump die Wahlen gewinnt. Ich träumte, wie er alle Kräfte mobilisiert, um die „Disbeliever“ und die Dissidenten über die NSA ausfindig macht und verfolgt. Er hatte es geschafft, die feine Linie zum Angrund aufzureißen: Wo man nur noch auf der einen oder der anderen Seite stehen kann,

Ich kniete auf der anderen. Trump lachte bösartig in meine Richtung, die Masse um ihn applaudierte, feierte, schoß in die Luft und stürzte Latinos in diese Schlucht, welche sich immer weiter öffnete und uns voneinander entfernte. Neben ihm stand Clinton mit stolz erhobenem Haupt… 

….diese Gehirnwäsche. Ich messe der USA noch immer zuviel Bedeutung zu, oder?

The strategy of the lobby may be the big show, the big circus, the big distraction and during this the possibility for voters to let off steam. Trump is the biggest clown in this circus for ages and it just fits into the concept of mass control where democracy is nothing but a hollowed out facade with „free elections“ sprayed over it.

There’s a big show going on for a while. We’re all doomed to take notice – whether we like it or not. The American election is upon the world and we give it way too much credit.

People say that the outcome of the US-elections would have impact on the whole world. Well, they do. Even though the hegemonial power of U.S. and A. is on its way out, it has still enough potential to stir up shit. Bluntly said. Most people are aware that neither Hillary nor Donald will leave the world in peace – if Clinton wins (she may), Iran will be the target, again. If Trump makes it, something will be burning, for sure. Either way: Things will go as the lobby wants it.

No news that „the lobby“ are the ones with the money and assets that are allowing the show to go on like this. There is a lot of money flowing to American politics. The top spenders are, unsurprisingly, realty, pharmaceutical and military companies. Amazon is in the game too. [ list ] Just to pick an interesting one: General Electrics has a subsidy called „GE Sustainability“  which focuses on military products and services. One subsidy of this subsidy is called „Philantropy“ – make up your own mind about that.

However, I’ve been pondering why the people / companies with the real money ( compared to Trump’s assets ) allowing a clown like him on to the stage. While Clinton stands for the establishment, the status quo, Trump is a colourful yet narrow-minded individual who speaks his mind unconventionally. To put it that way: He’s not politically correct (PC). And PC is something many Americans can’t adhere to anymore, they „sheit“ on it as political correctness has been a cover up for intransparent politics. It is, to many people I assume, a means to tell them they don’t understand the processes. A cover-up for the important operations of politics that the average Joe is not able to comprehend.

Well, f# that!

This wraps Trump up pretty much: He’s just don’t fucking cares. Like voters do not care about political processes anymore. And in spite of the PC of the last years, they are numb and ignorant of exactly these processes of a democracy. They don’t know what’s going on (non-transparency) because they have been locked out actively via PC. All they have is a deep mistrust for the system. Understandable. It seems Trump voters are ready to let go of a democracy which is truly a facade and go with whatever alternative they got: A clown.

Let’s view that from the angle of a politically involved party, a company: They rule the show, no more doubt about that. Maximising profits is the primary directive of an economic entity. Therefore the political system has to create a surrounding that allows for that. This is nothing that doesn’t yet exist – in fact, we are living in a global market that is none but a shared playground for the big concerns. Following the simple truth: „Competition is for loosers“ they share the global market amongst themselves. We all know the nice graphics that show a couple of hundred brands branched out, yet leading to a handful of concerns. For instance, KRAFT foods inc. owns something about a hundred companies all over the world, so where’s the competition? Right, down there, between the small companies, the local stores, the freelancers, the mini-jobbers. The losers.

The big companies have the means to topple Donald Trump’s few assets by the thousands and therefore they can support and determine the outcome of a election. Controlling media is just the tip of the iceberg. There’s money to pay media companies, journalists, tech guys, psychologists, marketing experts, etc… Back to elections: Why would a big lobby allow a seemingly uncontrollable and unpredictable clown like Donald Trump to go for election at all? Well, there’s Clinton who raises the doubt of being fit to lead the US back to its Golden Age when capitalism catered for everyone. As part of the establishment she’s not really offering a solution to the greater audience in America that does not get it’s share of the pie anymore. So Trump is the element to mobilise them by causing havoc in the political landscape and especially the behated political correctness. Trump undermines the least of the standards not just of political correctness but simple human decency. And here’s the theory: One wants to let him go all the way to the bottom until the last American may ask himself whether he can be serious or not. The lobby might be filtering out the real rednecks that won’t leave Trump down. They may trust that they won’t be the majority once election day is upon America. Current Trump voters caused a peak in the polls which most probably go into a dip soon. Hillary Clinton will become the least of a worry for the American voter who has at least an understanding of basic human decency.

The strategy of the lobby may be the big show, the big circus, the big distraction and during this the possibility for voters to let off steam. Trump is the biggest clown in this circus for ages and it just fits into the concept of mass control where democracy is nothing but a hollowed out facade with „free elections“ sprayed over it.

 

Für den an Arbeit interessierten Arbeitslosen in der Gegend um Sömmerda hieß es nach der Wende und vor Hartz IV Umschulung oder Langzeitarbeitslosigkeit. Angst vor einem Leben ohne Arbeit hatte jeder — warum sich auch jeder Mühe gab, sich für den neuen Arbeitsmarkt fit zu machen. Ein neues Gefühl beschlich die Menschen im Osten, das sie bis dahin nicht kannten: Man bewarb sich mit anderen auf ein und dieselbe Stelle und nur einer würde sie bekommen. Menschen standen plötzlich in Konkurrenz. Wer es nicht schaffte, wurde Langzeitarbeitsloser und mußte mit etwas weniger auskommen. Man kam aus, irgendwie.

Am 1. Juli 1990 schloß das einstige VEB Kombinat Robotron in Dresden. Knapp siebzigtausend Menschen verloren ihre Arbeit praktisch über Nacht.

In Sömmerda, einem kleinen Provinznest nordöstlich von Erfurt, gab es noch immer einen Betrieb des Robotron: das Büromaschinenwerk Soemtron. Von Einheimischen auch „Rheinmetall“ genannt, da die Geschichte des Werkes selbst bis 1816 zurückreichte, beschäftigte es 12.000 Menschen – fast die Hälfte Sömmerdas Einwohner. In den 1980er Jahren konzentrierte sich das Werk Sömmerda auf die Produktion von Personalcomputern. Es rückte in den Mittelpunkt der DDR-Führung, welche mit Mikroelektronik auf dem Weltmarkt punkten wollte. Das war aussichtslos; stattdessen baute man auf Anleitung beispielsweise Nadeldrucker oder PC´s die billig im Westen verscherbelt wurden. Nicht nur einmal wurde Ware wegen Fingerabdrücken zurückgesandt.

Als das Werk 1991 schloß, schoß die Arbeitslosigkeit im Landkreis Sömmerda über die 20% Marke. Aus dem Werk wurde ein Industriepark mit verschiedenen Ansiedlungen kleiner Unternehmen. Nur noch jeder Dreißigste aller vorigen Mitarbeiter stand hier in Lohn und Brot. Und die anderen? more

Gesichtserkennung durch Computer geschieht mittels eines recht überschaubaren Algorithmus. Jeder halbwegs fitte Programmierer bekommt das hin: Video-feed einbinden, eine externe Bibliothek reinladen, loslegen. Der Rest wird mittels einer strukturierten Datensprache (XML z.B.) gespeichert. Das Prinzip ist, ein menschliches Gesicht als Muster abzuspeichern und innerhalb der einzelnen Datenobjekte zu verfeinern. Für wirklich Interessierte, hier mal eine solche Datei.

Diese Technologie kann man fast als alt bezeichnen. Es wurde also höchste Zeit für die Politik, das auch mal auszuprobieren. Es ist Allgemeinwissen, daß solche Prozesse im öffentlichen Raum schon länger laufen bzw. schon länger in Planung sind.

Was bedeutet das für uns? Wir werden sehen.

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