New Zealand Housing market crisis explained by a property investor.

There’s not much to say about the New Zealand housing market other than it’s unaffordable. New Zealand property is currently among the most unaffordable in the world. Period. Why? Well, that’s another story.

Here is the voice of the Property Investors Federation chief executive Andrew King. Confronted with one of the reasons why property get’s more and more expensive, which is speculation, he answered that he didn’t believe investors are pushing first-home buyers out of the market. His reasoning in the following. With comments.

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Diese Gesellschaft

Das Erfolgskonzept von Wachstum scheint bisher erfolgreich. Deswegen bildet die Gesellschaft junge Menschen heraus, statt sie zu aufzuziehen. Wer gleich einer Kletterpflanze dem Pfad der Bildung folgt, wächst schnell dahin, wo der Erfolg wartet. Pflänzchen, die in andere Richtungen sprießen, werden zurechtgestutzt und ihre Energie reicht mehr, um in die Höhe zu wachsen. Wobei der Begriff Höhe eine gesellschaftstheoretische Definitionsfrage ist. Wie kann so Individualismus bestehen?

Ich denke, daß sich die Gesellschaft verrannt hat. Besser ausgedrückt, die menschliche Psyche. Selbst wenn 2019 das Jahr der statistisch höchstentwickelten Menschheit war, bleibt der Begriff “Entwicklung” einer Definition schuldig. Statistisch jedenfalls, gab es nie weniger Armut (10% im Vergleich von 40% 1981), nie weniger Kindestode, nie weniger Krankheiten. 

Dennoch scheint das Zeitalter kollektiver und medialer Hysterie begonnen zu haben. Es sind weniger die Inhalte, sondern vielmehr schierer Überfluß an Information, welche psychologischen Wirbel verursachen. Diese Information ist hoch getaktet, verdichtet, kopiert. Der Fokus des Subjekts wird zum Objektiven, nach Außen, gezogen. Die Massenmedien vor dem Informationszeitalter sind sozusagen die Urgroßeltern des modernen Informationsnetzes. Die einfache Erreichbarkeit von Millionen von Individuen hat Magie, welche der Mensch schwer widerstehen kann. Medien sind manipulativ. Seit Luther wird verkündet, daß in Arbeit Glückseligkeit liege. Als ob der Mensch im Grunde faul wäre! Die Perspektive des Subjekts wird auf seine Situation gelenkt, in Himmel oder Hölle verweilen zu müssen, in gut bezahlter Arbeit oder in der Gosse. Innere Motivation, eine eigene, selbstverantwortliche Aufgabe zu leisten (Kant), verliert den Fokus. Es fällt jedenfalls auf, wie schwach das fragile Geflecht von Vertrauen in die Motive und das Vermögen in Mitmenschen ist. Als würde es von einer wirren Art von Individualismus zerfressen. Als sei Arbeit Pflicht. Eine vielversprechende Erklärung dieses Individualismusverständnisses bietet elementare, existentielle Angst und ihre Befeuerung.

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White Island – do we care?

While the world kept turning for 8 days, about 20 humans in Ukraine died from stepping on land mines, 210 people died from being shot in the US, 65 civilians died in Syria, about 70,000 children died of hunger. It is not in the spirit of humanity to weigh lives agains each other. These numbers are merely to illustrate the medial focus we put on issues and problems and how journalism has deteriorated.

Let’s be honest. We do not empathise anymore with the tragedy that happened on the White Island volcano last week. Neither does the media. The dead toll has risen to 17 now, while the news do not stop sending out all the same images again and again with varying wording beneath.

Whether it is a newly emerged video (i.e. a new cut of them) or that the military is going in to recover the bodies. It’s been the highest priority, one newspaper writes, to get the bodies safely home. Australia mobilises military planes, etc. etc.

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Being Greta Thunberg

Greta Thunberg wird zur Inspiration vieler. Bei der Wahl von Kindernamen, liegt ihr Name ganz weit vorne. Recherchiert man, was Thunberg’s Kampagne tatsächlich bewirkt, stößt man auf Ernüchterndes.

Greta Thunberg
Greta Thunberg, CC BY-SA 4.0

Künstler und Kabarettisten verweifeln an ihrem Publikum und nehmen unbestimmt lange „Pausen“ von ihren Auftritten. Greta Thunberg scheint unermüdlich, reist, redet, wird zornig, bricht mitunter in Tränen aus. Wie lange noch?

Resigniert sie irgendwann aufgrund der Tatsache, daß ihr jeder folgt, aber keiner für sich handelt? Zugegeben, ihre Wirkung darf nicht unterschätzt werden – ihre Ausstrahlung und das dahinter zutage tretende Prinzip von Gefolgschaft (sag‘ mir, wo’s langgeht!) ist enorm. Zu fragen, wieviele ihrer Anhänger ohne sie kopflos wären, führt irre. Denn sie suggeriert zum einen, daß G.T. alleine die Lösung der Klimaproblematik wäre und zum anderen die Anerkennung von Lagern. Es gibt keine Lager; jeder Einzelne und jedes Lebewesen hat mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen.

Greta wird nicht nur zu Kult, sondern auch zur Galleonsfigur von Haßkampagnen. Sie ist ein Beispiel, wie kulturelle Dynamiken von statten gehen. Zunächst ein Thema, dann ein Mensch, welcher zum Sinnbild wird, denn homo sapiens fabuliert gerne. So, wie Gottesgleichheit erzeugt wird, wird Greta’s Gesicht zu „Klimawandel“. Klimawandel wird Greta. „Du sollst dir kein Bild machen!“ ist Warnung und hohle Floskel, denn wir machen uns Bilder. Ganz einfache.

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A deal is a deal.

Fair trade, laissez faire, fair deal. Menschenleben haben nichts mit Fairness zu tun. Life is hard, aber dann bitte nicht beim Geschäftemachen bescheißen. Ganz wichtig, wie amerikanische Filmmoral aufzeigt.

Ein Kopfgeldjäger kommt in den Ort. An seinem Pferd schelift er drei Leichen hinter sich her. Er war erfolgreich. Vor der Station des Sheriffs macht er halt, bleibt auf seinem Pferd sitzen und sieht sich drei Leuten gegenüber. Sheriff, Bankier, Bodyguard.

Zwar erklärt der Sheriff, daß er die Arbeit des Kopfgeldjägers respektiere. Süffisant schiebt der Bankier ein, daß die einhundert Dollar Belohung leider nicht in Frage kämen. Der Anspruch sei sozusagen verjährt. Der Zuschauer erkennt die Fadenscheinigkeit der Argumentation des dreisten Geschäftemachers und ist gespannt, wie es weitergehen wird.

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Einsichten sind gut, aber sie genügen nicht. Es muß begeistern. Tesla bedient die Klischees vom Silicon Valley und zeigt, daß die klassischen Verkaufsargumente zählen: PS, Beschleunigung, Coolness.

Sein Var war ein Zinksarg, seine Mutter ist Elon Musk. Der „unveiling event“ des Cybertruck ist eine Steilvorlage aus einem Mike Judge-Film. Das Interessante an e-Mobilität offenbart sich hier: Es ist eine Marketingschlacht, die nicht mit Umweltgesichtspunkten geführt wird, sondern mit dem Vergleich: Der Wuchtigkeit, dem bösen Blick, den PS, der Beschleunigung.

Daß Elektromotoren eine höhere und direktere Beschleunigung als Ottomotoren besitzen, ist keine Neuigkeit. Wir brauchen Trucks, PS und Renommé. Eine gute Strategie für die Einführung von jeglicher politischer Änderung. Coolness.

Wenn es gesagt wird, muß es disputiert werden. Die Grenzen der Menschenwürde sind fraglos. Aber das Argument, daß Meinung hinter der Menschenwürde und dem Humanismus zurückstehen muß ist sinnleer. Darüberhinaus ist es schädlich für eine freiheitliche Grundordnung: Wer sich menschenfeindlich ausdrückt, muß sich verantworten und nicht zum Schweigen gebracht werden.

This may be the first one of a series. No comment, if I can cope..

Zynisch ist nicht die Fortführung eines alten Paradigmas, nämlich Freiheit aus Arbeit, sondern die Tatsache, daß kein Politiker an die Möglichkeit zur Vollbeschäftigung glauben kann.

Ich möchte nicht alt werden. Zumindest nicht in Deutschland. Schade eigentlich, denn dort bin ich geboren und aufgewachsen. Das war aber eine andere Zeit, eine andere Welt. Heute haben wir die schwächelnde Herrschaft einer CDU, die nicht mehr weiß, ob das „C“ für „Christlich“ oder „Commerz“ steht und dazu eine SPD, die sich vor Jahren selbst demontiert hat.

Die Grundente mit der Bedingung, mindestens 35 Jahre Beitragszahler sein zu müssen, wirkt atavistisch. Es ist tatsächlich zynisch, wie ein Gesetz zynisch nur sein kann. Aus seiner Verantworung für die Rente hat sich der Staat schon vor Riester klammheimlich verabschiedet. Stattdessen stopfen Betriebsrenten und Privatvorsorge Löcher, die es in einem Sozialstaat (Art. 20 GG) gar nicht geben dürfte.

Politikwissenschaft

Ich höre in den politischen Nachrichten nur zwei Dinge:

“Ich fordere, ich fordere…”

und irgendwann, später, keinen Kommentar.