Being Greta Thunberg

Greta Thunberg
Greta Thunberg, CC BY-SA 4.0

Künstler und Kabarettisten verweifeln an ihrem Publikum und nehmen unbestimmt lange „Pausen“ von ihren Auftritten. Greta Thunberg scheint unermüdlich, reist, redet, wird zornig, bricht mitunter in Tränen aus. Wie lange noch?

Wann resigniert sie aufgrund der Tatsache, daß ihr niemand zuhört? Greta wird zum Kult und zur Galleonsfigur von Haßkampagnen. Sie ist ein Beispiel, wie kulturelle Dynamiken von statten gehen. Zunächst ein Thema, dann ein Mensch, der zum Sinnbild wird, denn homo sapiens fabuliert gerne. So, wie Gottesgleichheit erzeugt wird, wird Greta’s Gesicht zu „Klimawandel“. Klimawandel wird Greta. „Du sollst dir kein Bild machen!“ ist Warnung und hohle Floskel, denn wir machen uns Bilder. Ganz einfache.

weiterlesen

Immerhin inspiriert sie werdende Eltern. Das ist doch mal was! Ansonsten ist zu bezweifeln, daß der Medienkonsument das Wesentliche mitnimmt, nämlich daß der eigene Arsch in großer Gefahr ist. Es geht nie um Inhalte, es geht um Strukturen, gesellschaftlich, wie im Gehirn. Eine etablierte gesellschaftliche Struktur erfordert mehr Greta Thunbergs. Ein simpler Vorsatz genügt nicht, den Habitus eingefahrener „Hirnschleifen“ zu durchbrechen.

Wer die Parallelen zu Greta’s Schicksal als Medien-Äffchen klarer sehen will, dem empfehle ich Matias Faldbakken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.