Unwort des Jahrhunderts: Zeh-Oh-Zwei

Es nervt mich, es speit mich sozusagen an wie „das Klima“ vergewaltigt wird. Medial und kapitalistisch. Wir haben alle begriffen, daß es bergab geht – irgendwie und wir alle einen grausamen Tod sterben (nicht, daß das jemand gesagt hätte), wenn wir nicht CO2 und so weiter…

Jetzt streichen sie die Dächer weiß in Kalifornien. Malereibetriebe reiben sich die Hände. Die 6.-Klasse-Erkenntnis, daß Schwarz Licht absorbiert und in Wärme umwandelt, während Weiß Licht reflektiert, wurde nun zur Geschäftsidee. Wir sparen, laut ZDF-Reportage, 1,8 Mrd Tonnen CO2, wenn wir ALLE Häuser der Welt mit weißen Dächern versehen. Wessen Dach, wenn nicht gerade ein Reisfeld darauf schwimmt, gibt CO2 ab?

Das wird das Unwort des Jahrhunderts: Zeh-Oh-Zwei!

Da kommt mir doch die große kalte Kosta hoch: Was soll ich bei derzeit gerade mal 2 Grad plus mit einem weißen Dach? Ich wohne nämlich direkt darunter. Da frage ich mich, ob die Journallien wirklich so naiv sind, oder einfach nur auf dem Malerleim festgeklebt sind…

Dann gibt es hier beispielsweise eine Sammlung von Ideen zum Umweltschutz. Wir packen das also am besten an, indem wir Technologien nutzen. Grundsätzlich gibt es dagegen nichts einzuwenden. Doch kann man es auch komplizierter machen, als es ist.

Auch hier kommen wir nicht um den guten alten Kapitalismus herum: Wir machen Geschäft mit der Nische, mit der Angst, mit der Misere. Bloß keinen Schritt zurück.

Ich komme mir recht altmodisch und zurückgeblieben vor, wenn ich fordere: PFLANZT ‚NEN BAUM!!!!!!!!

Daß diese Idee nicht zur Kategorien der forcierten Highlights gehört kann nur zwei Gründe haben: Entweder haben die meisten Leute im Biologieunterricht gefehlt, als es um Photosynthese ging oder es ist schlicht und einfach so, daß keiner Geld verdient am Baum-Pflanzen…


Weitere...

Arme zynische Schweine Der aufgeklärte Mensch flieht. Er revoltiert. Aber er weicht einem Kampf aus, den er sich früher oder später immer stellen muß: Dem Kampf gegen die Ab...
Willkommen im Krieg Viel schlimmer als die äußere ist die innere, die psychische Homogenität, die sich in der Moderne ergeben hat. Vielleicht begann das schon mit Luther ...

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch