Wie war das nochmal mit den Kindern?

Es geht immer weiter abwärts mit der jeweils jungen Generation. Wir wissen ja, daß früher alles besser… und so weiter, aber was eigentlich besser war – daran kann sich keiner mehr erinnern. Aristoteles hat schon das Gleiche gestöhnt. Und dennoch kam die Aufklärung. Sicherlich: An den meisten scheint sie spurlos vorübergegangen zu sein… aber bleiben wir mal bei der Generation… Read more »

Es geht immer weiter abwärts mit der jeweils jungen Generation. Wir wissen ja, daß früher alles besser… und so weiter, aber was eigentlich besser war – daran kann sich keiner mehr erinnern. Aristoteles hat schon das Gleiche gestöhnt. Und dennoch kam die Aufklärung. Sicherlich: An den meisten scheint sie spurlos vorübergegangen zu sein… aber bleiben wir mal bei der Generation der Eltern heutzutage.

Diese lockere Gesellschaft hat noch Werte mitbekommen, an die sie heute lange schon nicht mehr glaubt. Abgeklärt belächelt sie die Generation ihrer verkrampften Eltern und will alles anders, besser machen. Vor allem eines ist dabei erste Prämisse: Daß die Eltern Freunde der Kinder sind. Böser Fehler. Mit Verständnis, das wohl aus den Fragmenten eigener Kinderzeit sein Leben bezieht, möchte man es dem Kind recht machen. Konflikte werden ausdiskutiert. Dabei verliert Mama schnell ihre Rolle und wird zur Freundin, zu jemandem, der sich neben- und später sogar unterordnet. Denn kindisches Getue, wie auf den Boden werfen, strampeln, schreien, bocken, beherrschen die Erwachsenen nicht mehr. Haben die Kleinen das erstmal erkannt, wissen sie auch, wer den Ton angibt. Jedenfalls nicht mehr ihre Eltern.

Diskutieren Eltern mit Kindern, zweifeln jene alsbald alles an, was ihnen gesagt wird. Nicht ist mehr Befehl, sondern Bitte. Dabei sind es doch die Eltern, die oberste Instanz in Lebensfragen sein müssen. Und die Kindheit ist unbeschwert, denn sie ist die einzige Zeit, in welcher alles einer absoluten Wahrheit untersteht: Den Eltern. Unter deren Flügel verkriechen sich die Wänster nicht mehr, sondern sie werden irre Individualisten. Das bekommen bald die Lehrer zu spüren, deren Autoritäten nur noch lachhafte Possen werden. Autorität ist ein Relikt aus der Vergangenheit. Richtig: Die Eltern haben Autoritäten verachten gelernt, denn von den kam nichts Gutes. Das gilt aber eben nicht für die Familie; dort sind Eltern eine wohlwollende Autoriät. Den Fehler, Kinder vor Autoritätsgehabe zu verschonen, sollte die kommende Elterngeneration unbedingt überwinden. Und das wird sie, wenn sie selbst aus anti-autoritärem Elternhaus stammt. Denn daß in der Welt immer einer oben drüber sitzt, haben die heutigen Kinder dann zu spüren bekommen: Sie verzweifeln an ihrer eigenen Realität.

Sie werden voller Zynismus sagen: „Danke, liebe Eltern, daß ihr mir damals nie den Hosenboden versohlt habt. Jetzt habe ich die Scheiße!“

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