Diese Gesellschaft?

Das Erfolgskonzept von Wachstum scheint bisher aufzugehen. Deswegen bildet die Gesellschaft junge Menschen heraus, statt sie zu aufzuziehen. Wer gleich einer Kletterpflanze dem Pfad der Bildung folgt, wächst schnell dahin, wo der Erfolg wartet. Pflänzchen, die in andere Richtungen sprießen, werden zurechtgestutzt und ihre Energie reicht mehr, um in die Höhe zu wachsen. Wobei der Begriff Höhe eine gesellschaftstheoretische Definitionsfrage ist. Wie kann so Individualismus bestehen?

Demagogen und Gerechtigkeit #reichenhetze

Das Internet ist nur noch Streß und Lüge. Die Welt ist ungerecht. Das sagt auch Björn Höcke oder Donald Trump oder Sebastian Kurz von der FPÖ. Da haben sie recht, sagt Volkes Stimme. "Kontext" ist überbewertet, sagt der Demagoge - zwischen den Zeilen. Die Welt ist im Geiste Höckes, Trumps und Kurz' deswegen ungerecht, weil uns die anderen etwas wegnehmen. Was auch stimmt. Jetzt wird es kompliziert, deshalb schalten viele ab: Wer sind "die anderen"?

Wie schnell man zum Mörder wird

Juristisch wird das Mordmerkmal "gemeingefährliches Mittel" vom BGH weit ausgelegt. Das Landgericht Berlin sowie der Bundesgerichtshof scheinen der Lehre der sog. Gefährlichkeitskonzeption zu folgen. Danach ist die kriminellen Energie des Täters manchmal ausreichend, um ihn gemeingefährlich zu machen. Das paßt zu Autorasern schwer. Man müßte nun jedem, der gerne auf's Gas tritt, unterstellen, sie bezögen ihren Kick hauptsächlich daraus, daß Menschen zu Schaden kommen können und werden.

99% Probleme, simple Analogien zur Lösung

Der Mensch kann sich nicht zerteilen. Wobei ich Freunde und Familie habe, die der selben Meinung sind: Du kannst dich nicht zerteilen, sagen sie und rennen hastig zur Arbeit und zur nächsten und zur nächsten - an ein und denselben Tag. Sie altern schnell und würden keinem Flüchtling was an den Hals wünschen. Dazu haben sie auch gar keine Zeit vor lauter Arbeit. Manche wollen dann nur noch abschalten und schauen Nachrichten, aber eben die unterhaltsameren.

Unternehmen USA. Der Pfad der Zerstörung

Und dann sind da noch die Medien um Syrien: Ist Assad wirklich ein Diktator, den es zu beseitigen gilt? Glauben wir ernsthaft die gleichen Geschichten, welche uns vor zwanzig Jahren schon aufgetischt wurden? Als Assad 2000 gewählt wurde, tönten die westlichen Medien mit der Progressivität des jungen Staatsoberhauptes; von seiner Aufgeschlossenheit gegenüber westlicher Kultur wurde geschwärmt und davon, wie junge Frauen in Syrien kopftuchlos, selbstbewußt studieren können. Sogar die Christen fühlten sich sicher. Und nun das: