Die Demokratie, die wir hinterlassen

Nach 9 Jahren Besatzung kehrte Ende Dezember 2011 der letzte US Soldat aus dem Irak zurück. Pünktlich zum christlichen Weihnachtsfest. Anlaß für einen Blick auf das "befreite" Land heute. Was die Amerikaner betrifft, sind diese der Überzeugung, einen "demokratischen Prozeß" etabliert zu haben.  Der bestand vornehmlich darin ein Heer von knapp einer Million irakischer Soldaten zum Schutz der - sagen wir "politischen Stabilität" - auszubilden. Das ist mit Abstand das größte Vermächtnis der Amerikaner. Es war sozusagen die moralische Pflicht der USA, den aufflammenden Bürgerkrieg einzudämmen. Lästig, doch notwendig, um den zweiten, mit Massenvernichtungswaffen begründeten Verteidigungskrieg, welcher sich später als Angriffskrieg eines Despoten der Bush-Familie herausstellte über die Jahre unter den Teppich zu kehren. Und nun? Obama löst eines seiner […]

Gefahr aus der Migranten-Parzelle

Andere Sitten und andere Bräuche sind immer mit der Besorgnis verbunden, dass man sein anders Gegenüber falsch versteht oder vice versa. Wenn beispielsweise Herr Hlulu aus Tansania, seines Zeichens Ex-Richter, nun in seinem gepachteten Kleingarten in Norderstedt versucht, ein oder mehrere Affenbrotbäume zu pflanzen, kann es den Zaunnachbarn schon mulmig werden. So geschehen ebenda, wo der Verein der Kleingärtner beschlossen hatte, eine Migrantenquote auf die Pachtverträge im Kleingarten einzuführen. Beschlossen wurde, die Quote bei 12,6% - welche dem gesamtdeutschen Ausländeranteil entspricht – festzusetzen. Angst vor allem Anderem ist verständlich. Denn ein Affenbrotbaum kann immerhin 10 Meter dick werden. Wenn Mr. Hlulu also seine Malvengewächse in Reih und Glied aufforstet und auch nur eines davon aufgehen sollte im kühlen Norderstedt, haben […]

Die "Killernazi-Pistole"

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Ich wollte das Thema weitgehend ignorieren. Es gelingt mir nicht. Die Nazis sind einfach zu spannend, um von ihnen abzulassen. Die Süddeutsche schreibt von einem Neonazi-Aussteiger, aus Torgau, der sich mit 10 Jahren systemkritisch gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung wandte und mit 19 den "Bund arischer Kämpfer" gründete. Deutschland - und besonders die Thüringer Polizei - sind nach Manuel Bauers Aussage ein brauner Sumpf. Allein 20-30 "gut organisierte gewaltbereite" Leute in Nürnberg... das sind ja schockierende 0,0002% der Gesellschaft! Bauers Kommentar: "Die bayerische Szene ist im Kommen." Sicher. Ich sehe dringend Handlungsbedarf! Jawoll, ich schlage vor, wir geben nicht Ruhe, bevor die ganze Sippe in dieselbe Haft genommen wird! Springerstiefel, Glatze, Hostenträger, breites Kreuz, Seitenscheitel (ist links eigentlich von sich aus […]

Die große Zerstreuung (Teil 1)

Ist es einfach, ein mündiger Mensch zu sein? Sind wir mündig? Wir sagen ja, doch das bilden wir uns ein, weil wir eitle Affen sind. Wer gibt schon zu, Dinge nicht zu verstehen, die ihn selbst betreffen. Politik und Wirtschaft - unzertrennlich - werden verdammt, weil die Analyse so schwer gemacht wird. Weil der Mensch zerstreut wird. Deshalb werden "notleidene Banken gerettet, notleidende Menschen doch nicht" (H. Rether), deshalb werden wir von Terror heimgesucht, dem ein Turban aufgesetzt wird, daher werden wir mit Skandalen überzogen, wenn einer seine Doktorarbeit abgeschrieben hat usw... Was sich in Deutschland immer gut macht: der braune Terror, die NPD. Dazu nur soviel: Die bedohlichen Ausmaße, welche er angenommen hat in den letzten Jahren, existieren nur in […]