A deal is a deal.

Ein Kopfgeldjäger kommt in den Ort. An seinem Pferd schelift er drei Leichen hinter sich her. Er war erfolgreich. Vor der Station des Sheriffs macht er halt, bleibt auf seinem Pferd sitzen und sieht sich drei Leuten gegenüber. Sheriff, Bankier, Bodyguard.

Zwar erklärt der Sheriff, daß er die Arbeit des Kopfgeldjägers respektiere. Süffisant schiebt der Bankier ein, daß die einhundert Dollar Belohung leider nicht in Frage kämen. Der Anspruch sei sozusagen verjährt. Der Zuschauer erkennt die Fadenscheinigkeit der Argumentation des dreisten Geschäftemachers und ist gespannt, wie es weitergehen wird.

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Natürlich kommt der Kopfgeldjäger zu seinem Recht. Immerhin ist er ja Kopfgeldjäger aus gutem Grund. Er legt die drei Betrüger um, geht zur Leiche des Bankiers und zieht ein Bündel Geld aus seiner Tasche. Ruhig zählt er ab, was 100 Dollar entspricht und schmeißt das Restgeld auf den Bankier. Dieser Kopfgeldjäger ist fair und aufrichtig. Er stiehlt nicht. Bevor er aus dem Ort reitet, zündet er die Hälfte der Häuser an. Fair.

A deal is a deal. Das Recht ist auf seiner Seite. In Amerika darf der Protagonist gerne alle Leute erschießen, wenn die Abmachungen nicht einhalten. Aber fair muß es bleiben. Fairness über allem. Die Tatsache, daß er gerade drei Menschen getötet hat, ist unerheblich. Das inszeniert eine gewisse Moral, die man weltweit im 21. Jahrhundert assimiliert hat.

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