Terror in Europa – Erste allgemeine Verunsicherung

Die Band „Erste Allgemeine Verunsicherung“ beim Donaufest 2008. © Wikimedia

Sind sie besorgt? Haben sie gar Angst vor weiterem Terror – insbesondere in Deutschland? Dann gehören sie jenen 53% jener Deutschen an, welche fest im Griff der allgemeinen, unbegründeten Verunsicherung stecken.

Terroranschläge in Europa sind leider keine Neuigkeit. Und wenn Frankreich dem jüngsten Terroranschlag derart begegnet, als sei nun ein Ausnahmezustand gerechtfertigt und damit Bürgerrechte drastisch einschränkt, sollte man die Perspektiven mal wieder gerade rücken. Was unterscheidet den Anschlag in Paris vom 13. November 2015 von den vielen anderen zuvor?

Nachfolgend eine Liste der Anschläge innerhalb der letzten zehn Jahre auf Europäischem Boden (inkl. Botschaften): ( Quelle: Deutscher Bundestag )

11. März 2004, MADRID: Bei Sprengstoffanschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid (Spanien) sterben 191 Menschen, etwa 1.600 werden verletzt.

2. November 2004, AMSTERDAM: Der Filmregisseur, Publizist und Satiriker Theo van Gogh wird in Amsterdam (Niederlande) auf offener Straße ermordet.

7. Juli 2005, LONDON: Vier Muslime mit britischem Pass verüben in London (Großbritannien) Selbstmord- anschläge auf drei U-Bahnen und einen Bus. 56 Tote, 528 Verletzte.

31. Juli 2006, KÖLN: Im Kölner Hauptbahnhof werden in zwei Regionalzügen Kofferbomben abgestellt, die nur aufgrund handwerklicher Fehler nicht explodieren. Der „Kofferbomber von Köln“ wird im Dezember 2008 zu lebenslanger Haft verurteilt.
30. Juni 2007, GLASGOW: Attentäter rasen mit einem Fahrzeug in den Haupteingang des Flughafenterminals von Glasgow (Großbritannien), das Fahrzeug geht in Flammen auf. Sechs Menschen werden ver- letzt, darunter ein Attentäter.

4. September 2007, OBERSCHLEDORN: In Oberschledorn werden drei Mitglieder der sogenannten Sauerland-Gruppe verhaftet. Sie werden im März 2010 wegen der Vorbereitung von Terroranschlägen in Deutsch- land zu hohen Haftstrafen verurteilt.

2. Juni 2008, ISLAMABAD / DÄNEMARK: Selbstmordanschlag auf die Dänische Botschaft in Islamabad (Pakistan). Acht Men- schen werden getötet, 15 Personen verletzt.

27. November 2009, MOSKAU: Anschlag auf einen Schnellzug von Moskau nach St. Petersburg (Russland) mit 28 Toten und ca. 90 Verletzten. Die Gruppierung „Riyad al-Salihin“ bezichtigt sich der Täterschaft.

1. Januar 2010, DÄNEMARK: Gut vier Jahre nach Veröffentlichung seiner Mohammed-Karikaturen in der Zeitung „Jyllands-Posten“ entkommt der dänische Zeichner Kurt Westergaard nur knapp einem Attentat.

9. März 2010, MOSKAU: Selbstmordanschläge auf die Moskauer Metro (Russland) mit 40 Toten und 84 Verletzten. Auch hierzu bekennt sich der tschetschenische Terrorist Doku Umarow.

24. Januar 2011, MOSKAU: Selbstmordanschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo (Russland) mit 37 Toten und über 100 Verletzten. Der tschetschenische Terrorist Doku Umarow bekennt sich zu dem Attentat.
2. März 2011, FRANKFURT a.M.: Schusswaffenanschlag auf amerikanische Soldaten am Flughafen Frankfurt am Main (Deutschland). Zwei Soldaten werden getötet, zwei weitere verletzt.

11. März 2012, TOULOUSE: Mordanschlag auf einen Soldaten in Toulouse (Frankreich).

15. März 2012, MONTAUBAN: Mordanschlag auf Soldaten in Montauban (Frankreich). Zwei Soldaten werden dabei getötet, einer verletzt.

19. März 2012, TOULOUSE: Mordanschlag vor und in einer jüdischen Schule in Toulouse (Frankreich), bei der vier Personen getötet und mehrere verletzt werden.

18. Juli 2012, BURGAS: Anschlag auf einen Reisebus mit israelischen Touristen in Burgas (Bulgarien). Sieben Menschen werden getötet, 30 Personen verletzt. Mit dem Anschlag wird die libanesisch-schi- itische Organisation Hisbollah in Verbindung gebracht.

22. Mai 2013, LONDON: Mordanschlag auf einen Soldaten in London (Großbritannien).

24. Mai 2013, PARIS: Messeranschlag auf einen Soldaten in Paris (Frankreich), er wird verletzt.

Oktober/Dezember 2013, WOLGOGRAD: Bei drei Selbstmordanschlägen in der russischen Stadt Wolgograd sterben über 40 Menschen. Islamisten aus dem Nordkaukasus bekennen sich zu den Attentaten.

24. Mai 2014, BRÜSSEL: Mordanschlag im Jüdischen Museum in Brüssel (Belgien). Vier Menschen werden getötet.

 7. Januar 2015, PARIS: Mordanschlag auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris (Frankreich). Dem Anschlag fallen 12 Personen zum Opfer, mehrere Schwerverletzte schweben in Lebensgefahr.


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