Nun ist’s doch wieder der Tod. Oder: Fortführung eines Kommentars…

Ja, sehe ich ähnlich. Ich nenne es schöpferische Kraft – jene, die alles entstehen läßt: von der Cola-Dose bis zum Menschen. Alles, was im Chaos der Zeit wieder zerfällt… Hier haben wir das wirklich Diabolische, den Zerfall, der nur innerhalb der Zeit existiert. Das yin und yang. Den Himmel und die Hölle, das Apollinische und Dionisysche, den Dualismus, der an uns seit Menschengedenken zerrt. Das ist kein Gut und kein Böse. Nur unser Ewigkeitswahn macht uns die Welt zweizuteilen. Wir möchten allem fliehen, was der Ewigkeit im Weg steht und nach allem streben, das uns ewig leuchten läßt. Wir wissen, dass wir uns daraus logischerweise nur den Tod wünschen können, die einzige Ewigkeit. Doch die Furcht davor läßt uns das Leben ertragen, als ob es ihn hinausschieben würde. So macht es uns wahnsinnig, weil alles Tun nichts nützt und flüchten in jede Hoffnung und jeden Glauben, der Trost spendet…

 

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